oh mein gott, eigentlich müsste ich es wohl nicht mehr explizit erwähnen, ein jeder hat es wohl schon tausendmal gehört, aber ich will es doch noch einmal ganz klar sagen: NEW YORK IST DIE ALLERGEILSTE STADT DER WELT!!!
oh mein gott, eigentlich müsste ich es wohl nicht mehr explizit erwähnen, ein jeder hat es wohl schon tausendmal gehört, aber ich will es doch noch einmal ganz klar sagen: NEW YORK IST DIE ALLERGEILSTE STADT DER WELT!!! und wer nicht über diese stadt in die usa einreist, hier einen zwischenstopp auf der weiterreise zu seiner gastfamilie einlegt, der hat ne ganze menge weniger erlebnisse in seiner biografie stehen. glaubt's mir einfach! für dieses erlebnis lohnt sich jeder euro, jeder cent mehr.
date of depature: august 21, 2008
destination: new york, newark airport
time to destination: 6h20m
los ging es am 21. august. also die reise zumindest. das packen, die vielen abschiedszeremonien, die haben wohl schon wochen vorher begonnen. wir sind von berlin tegel aus mit einem zubringerflug der lufthansa um 8:10 uhr richtung düsseldorf gestartet. letzter check-in war sowas wie 7:30 uhr. aber die meisten waren eh schon so aufgeregt und gegen 6:30 uhr vorm schalter. und einige haben in der nacht zuvor noch nicht einmal mehr geschlafen. dann gab's nochmal die letzten instruktionen: keine flüssigkeiten, cremes, gels etc. ins handgepäck, koffer nicht verschließen oder nur mit tsa-schloss, da sie sonst durch die us-behörden einfach so aufgebrochen werden, keine lebensmittel, ... und vor allem keine witze über mitgebrachte atombomben bei der einwanderungsbehörde. das finden die in den usa wohl gar nicht komisch und können schon mal jemanden nicht einreisen lassen.
in düsseldorf sind wir dann zu den anderen gestoßen, die aus münchen, stuttgart, nürnberg, hamburg hierher eingeflogen sind, und uns bereits erwartet hatten. insgesamt waren wir 13 teilnehmer. und ich war natürlich auch dabei, der "escort", der betreuer. mein job war es, dafür zu sorgen, dass alle heil und unversehrt in die usa kommen, niemand in dieser überdimensionalen stadt verloren geht und einzuspringen, wenn unvorhergesehene ereignisse eintreten. das fängt bereits im kleinen an, beim ausfüllen der einreisepapiere, die im flugzeug ausgeteilt werden. einige brauchten fünf anläufe, um die papiere endlich korrekt ausgefüllt zu haben. das geht weiter - wie tatsächlich bei uns geschehen - zu helfen, falls doch jemandes mutter ganz fürsorglich einen apfel ins gepäck gelegt hat und er dann von der food and drug administration hochgenommen wird, oder dafür zu sorgen, dass - wie auch bei uns geschehen - ein verlorengegangener koffer so schnell wie möglich wieder den weg zu seiner eigentlichen besitzerin findet. in so einem koffer steckt gerade mal alles das, was einem am allerwichtigsten auf dieser welt ist. nur deswegen haben die dinge ja überhaupt ihren weg in den koffer gefunden. und wenn der weg ist, ist es mehr als nur ein materieller verlust ...
12:20 uhr ortszeit war ankunft. erschöpfung? - no way! unser adrenalinspiegel war sowas von angestiegen. hey, wir waren nach so einem langen flug fast da! wir wollten endlich in die stadt, nach downtown manhattan, statt irgendwie ins hotel einzuchecken. klaro, seit 9/11 sind die einreisekontrollen echt extremst verschärft worden. aber wir haben es alle durch die immigartion office ohne probleme geschafft. ich glaube, die freuen sich immer noch, wenn leute aus der ganzen welt in ihr land kommen, um es in all seinen facetten kennen zu lernen.
und es erfüllt sie wohl auch mit ner fetten portion stolz, wenn gleich mehrere austasuchschüler nacheinander zu den imigration officern sagen, dass sie das land richtig toll finden und erstmal paar monate den american way of life hautnah erleben wollen, hier high schools besuchen werden, mit amerikanischen familien zusammen leben werden. in empfang wurden wir von sandy genommen. sie ist von der amerikanischen organisation aaia, die spezialisiert auf solche einstiegsveranstaltungen ist. sie hat auch die ganze organisation vor ort übernommen, so dass alles im vorfeld schon bis ins kleinste detail perfekt vorbereitet war. so brauchten wir nirgends schlange stehen oder gar wieder unverrichteter dinge gehen. alles hat einfach perfekt dank sandy geklappt.
dies ist unser erster richtiger kontakt mit amerikanischem boden. hier warten wir gerade auf dem newark airport vor den international arrivals auf unseren bus, der uns in die stadt bringen soll. der war eigens für uns gechartert.
von esrchöpfung oder müdigkeit ist echt nichts zu sehen, obwohl es in deutschland schon wieder abend war. und dann ging es endlich rein in die stadt, in das, was uns in den nächsten tagen erwarten sollte. als erstes stand der besuch des empire state buildings auf dem programm. aber schon die einfahrt in die stadt war wie ein rausch. als wir uns der stadt vom flughafen aus näherten, sich die skyline von new york vor uns eröffnete, dann begann echt ein unglaubliches blitzlichtgewitter. jeder wollte diesen moment irgendwie festhalten. aber es war eigentlich wie eine aneinanderreihung ganz vieler besonderer momente, von denen jeder einzelne für die freunde und familie daheim festgehalten werden sollte. auf dem unteren foto, ganz am ende der straße, sieht man schon, wo wir hinwollten. nur stand uns noch eine odyssee durch das labyrinth des ganz alltäglichen new yorker verkehrswahnsinns bevor.
und hier haben wir nun endlich unser ziel erreicht: wir sind on top of the empire state building. und die aussicht war einfach nur grandios. wir konnten alles von hier aus sehen: die staute of liberty und ellis island, den financial district, china town, central park, rüber nach brooklyn, queens, in die bronx und bis nach staten island. manhattan lag uns zu füßen. viele stockwerke tiefer, um genau zu sein 86, krochen die autos wie ameisen durch die so eng erscheinenden straßen. und wir über alle dem. und welch ein perfektes wetter mit was für einer weitsicht. überhaupt war das wetter die tage komplett durch perfekt. sonne pur. klarer himmel. immer so 28 bis 30°c.
als wir endlich wieder unten angekommen sind, waren wir doch nicht mehr so ganz fit. die müdigkeit machte sich so langsam breit. wir waren halt noch vom gefühl her in der mitteleuropäischen zeitzone. und die sagte: "es ist 2:00 uhr nachts!" aber der hunger forderte auch irgendwie seinen tribut. so sind wir spontan, statt wie ursprünglich noch geplant nach greenwich village, direkt zum pizza restaurant nach new jersey gefahren. hier hatte sandy uns einen platz reserviert. und als wir ankamen ging alles ganz schnell. wir suchten uns noch die beläge aus, dann gab's salat und dann kamen auch schon die ersten zwei gigantisch großen platten mit pizza. es gab pizza bis zum abwinken. und dazu gab es supersüße cola und seven up aus karaffen. wir waren zwar nicht die totalen exoten in diesem restaurant, aber geschaut haben schon recht viele von den nachbartischen, was da so für eine ausländische meute in ihr so typisch amerikanisches pizza-restaurant denn reinkommt. und die wirtin hat uns auch gleich nach unserer herkunft ausgefragt und berichtet, dass sie europäische wurzeln hat.
danach waren wir aber wirklich sowas von platt und mussten ganz schnell endlich zum hotel. unser bus stand mal wieder parat und hat uns direkt dorthin gebracht. das hotel war richtig gut. es lag zwar nur eine 3/4 meile vom newark airport entfernt, aber gehört hat man nichts. die klimaanlage war noch eine kleine herausforderung. um die gäste besonders herzlich willkommen zu heißen wird die wohl immer extremst niedrig gedreht. ich habe sie erstmal in meinem zimmer komplett ausgestellt. sonst hätte ich mir echt noch eine erkältung in den tagen dort geholt. die zimmer waren richtig gut und auch die betten waren sehr komfortabel. das hotel hatte auch einen swimming pool und ein jacuzzi. aber ich glaube, das hat niemanden diesen abend mehr interessiert. sandy meinte noch, dass wir aufgrund der zeitverschiebung ab 4:00 uhr ortszeit schon wach sein würden. aber das glaubten wir ihr bei unserer müdigkeit nicht und haben auch nicht weiter darüber nachgedacht. aber sie sollte echt recht behalten. frühstück war zwar erst zu um 8:00 uhr angesetzt, aber die meisten kamen schon richtig viel früher als das aus ihren zimmern, weil sie halt noch in ihrem alten biorhythmus steckten.