Orientierung in Paris: Der 2. Tag - Une vraie aventure

Reportage von
Gast

Unser zweiter Tag in Paris ging für meinen Geschmack eindeutig zu abenteuerlich los. Gleich auf dem morgentlichen Hinweg zur Sprachschule hat eine unserer Teilnehmerinnen - Vanessa - festgestellt, dass ihr das Geld aus dem Portemonnaie geklaut wurde

Unser zweiter Tag in Paris ging für meinen Geschmack eindeutig zu abenteuerlich los. Gleich auf dem morgentlichen Hinweg zur Sprachschule hat eine unserer Teilnehmerinnen - Vanessa - festgestellt, dass ihr das Geld aus dem Portemonnaie geklaut wurde und auch Handy und Kamera fehlten. Die Sache war für alle ganz schön nervenaufreibend, aber immerhin: es war auch nicht unspannend, mal eine Pariser Polizeistation von innen zu sehen...

Richtig los ging der Tag dann eigentlich mit der Tour durch Belleville, eines der lebendigsten Viertel von Paris - und das wohl multikulturellste. Der gute Sébastien, unser Belleville-Guide, hat sich Mühe gegeben, nicht allzu schnell zu sprechen; dennoch hatte ich das Gefühl, dass einige nach der Aufregung des Vormittags eher auf Durchzug geschaltet haben. Aber immerhin gab es auch so genug zu sehen und besonders eine jüdisch-maghrebinische Konditorei hat es den Mädels angetan.

Der ältere Besitzer strahlte ganz glücklich, als plötzlich 13 Mädels seinen Laden stürmten und sich auf seine kleinen Schokotörtchen und Tartelettes stürzten.

Nach dieser etwas anderen Stadtführung ging's weiter nach Montmartre.

Das bin ich zusammen mit der 21-jährigen Sonnia aus Kamerun, die in Berlin Informationstechnologie studiert und unsere Gruppe während der Orientierung in Paris mit begleitet.

In den "Touristenfallen", die sich auf dem Weg zu der Basilika von Sacre Coeur befinden, haben sich die Mädels erstmal mit Souvenirs eingedeckt. Von Boxershorts ...

...mit den Metrolinien drauf über Parisspiegel in Herzchenform bis hin zu Postern mit Toulouse-Lautrec-Motiven war alles dabei.

Völlig fußlahm und mit einem Riesenhunger sind wir dann um halb acht bei einem marrokanischen Restaurant am Place de Clichy eingefallen. Dort gab's Couscous, eine marrokanische Spezialität, die durch die vielen Einwanderer zu einem französischen Nationalessen geworden ist.

Während das Essen selbst nicht scharf war, gab's zum Hühnchen eine Art große grüne Peperoni, die sich als unglaublich scharf herausgestellt hat. Einige der Mädels haben sich einen Scherz daraus gemacht, kleine Stücke von der Peperoni zu essen und zu gucken, wer's am Längsten ohne Wassertrinken aushält. Ich glaube, Lisa hat gewonnen, wenn ihr auch die Tränen in den Augen standen...