Hallo, ich bin Niklas aus Nürnberg und bin gerade seit ungefähr einem Monat in West Kelowna - Kanada, British Columbia. Ich erzähle euch im folgenden über meine ersten Wochen, wie der Start für einem mitten im Schuljahr ist und auch was für Schwierigkeiten entstehen können.
Die Frage, die ich mir am meisten vor meiner Abreise gestellt habe war: „Was wenn ich keine Freunde finde?“. In Kelowna sind sehr viele Internationale Studenten, wo man auf jeden Fall Freunde finden wird, die so ticken, wie man selbst. Ich selbst habe Freunde aus der ganzen Welt von Brasilien bis Japan, die alle eine besondere Energie und Ausstrahlung haben.
Wir sind auf der Mount Boucherie secondary school, die ca. 1600 Schüler von der 9.- 12. Klasse haben. Die Schule ist an einem kleinen Berg gelegen und an sich sehr klein für diese große Zahl an Schülern. Dadurch fühlt man sich allerdings wie eine kleine Gemeinschaft zwischen den Schülern, da man viele Gesichter öfters sieht.
Die Schule geht normalerweise von 9:00 bis 15:15. Viele Austauschschüler machen jedoch noch zusätzlich Unterricht vor und nach der Schule um sich zu beschäftigen. Nach dem Unterricht unternehmen wir normalerweise viel, wie zum Beispiel in die Mall gehen oder bei Freunden zu chillen.
Im Winter geht die Sonne früh unter, weshalb man schon früh einen wunderschönen Sonnenuntergang sehen kann.
Unsere Schule hat auch abseits vom Unterricht viel zu bieten. Wir haben fast jede Woche ein Spiel am Freitag Abend, was immer sehr unterhaltsam ist mit seinen Freunden anzuschauen.
Man kann das Schulsystem hier überhaupt nicht mit dem in Deutschland vergleichen. Ich habe nur 4 Klassen, und davon abgesehen vom Mathe kein „normales“ Fach. Durch Soccer Academy spielt man jeden zweiten Schultag mit Freunden, die man dort findet zusammen Fußball. Und in Woodwork und Metalwork lernt man erstaunliche Fähigkeiten, die man im späteren Leben brauchen könnte. Wir bauen gemeinsame Projekte, wie hier zum Beispiel der Anfang vom meinem Hocker Projekt zu sehen ist.
Jeden Monat macht das Schulprogramm einen Ausflug nur mit den internationalen Studenten, der komplett von ihnen übernommen wird. Somit waren wir mal bei einem Eishockey Spiel der Kelowna Rockets.
Abgesehen von der Schule kann man hier verschiedenste Dinge unternehmen. Öfters mal gehen wir in die Stadt, essen was, reden viel und haben unseren Spaß. Die Stadt hat wie jede Stadt paar nicht so gute Ecken aber im groß und Ganzen jedoch ziemlich sicher und auf jeden Fall schön.
Alle Kanadier, mit denen ich gesprochen haben meinten, dass der Sommer die beste Jahreszeit hier sein wird. Das beste am Winter, in dem ich angekommen bin ist auf jeden Fall das Skifahren, mit unglaublichen Aussichten und Wunder volle Pisten. Mit Freunden macht es so viel Spaß.
Bei meiner Gastfamilie kann ich mich garnicht beschweren. Die sind alle so unglaublich nett und fürsorglich. Deren Ausblick aus ihrem Haus mit dem Bergen bringt mich jeden Morgen aufs Neue zum staunen.
Wir leben direkt hinterm Walmart, was sehr praktisch ist. Es ist ein super Spot zum abhängen mit Freunden. Außerdem gibt es noch zahlreiche Restaurants und Geschäfte anderer Arten in der Nähe. Die meisten meiner Freunde leben 30 min mit dem Bus weiter in einem Viertel, wo es außer unglaublicher Ruhe nichts gibt.
Wir gehen auch normalerweise jeden Sonntag auf einen kleinen Ausflug mit meiner Gastfamilie. Somit waren wir schon in den Nachbarstädten am See spazieren, wobei man eine unglaubliche Sicht auf die wunderschöne Landschaft hat.
Ich hoffe ich konnte paar Fragen von euch zum Leben hier beantworten und kann es nur empfehlen hier hin zu gehen.
LG Niklas